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Willkommen > Leben in Witzwort

Einrichtungen in Witzwort


Freiwillige Feuerwehr Witzwort

"Die Freiwillige Feuerwehr kann in diesem Jahr mit Stolz und Freude auf ihr 100-jähriges Bestehen zurückblicken. In diesen Jahren hat sie sich zu einer stets einsatzbereiten und wirkungsvollen Truppe entwickelt, die heute im hohen Grade den Anforderungen gerecht wird. Von der Brandbekämpfung über den Katastrophenschutz bis hin zu den Einsätzen bei Verkehrsunfällen, in der Beseitigung von Gefahrenquellen durch Sturmschäden und ähnlichem mehr, reicht heute ihr Aufgabengebiet." Auszug aus der Festschrift "100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Witzwort", Grußworte des Bürgermeisters der Gemeinde, Willi Berendt

Das alljährliche Grillfest im August wird von den Dorfbewohnern (groß und klein) und von den Feriengästen besucht. An diesem Tag finden ein Kinderflohmarkt, verschiedene Kinderspiele und Rundtouren mit dem Feuerwehrauto statt. Am Nachmittag wird ein Kuchenbuffet mit den von den Feuerwehrfrauen gebackenen und gespendeten Torten aufgebaut. Am Abend wird bei Disco-Musik gegrillt und die Geselligkeit gepflegt.

Andreas Lesch, Tel. 01 70 / 40 38 354
Internetseite: hier


Archivgruppe
Marlies Jannsen, Tel. 04864 100866

Jugendfeuerwehr "Roter Haubarg"
Christian Konrad, Tel. 04864 1511

Grundschule
Schulleiter J.-H. Meier, Tel. 04864 684

Ev. Kirche
Pastor Christian Fritsch, Tel. 04864 10141

Kindergarten
Kita-Leitung Fr. Maaß,Tel. 048641580

Sozialverband Deutschland
Siegrid Voß, Tel. 04864 1332

Vereine in Witzwort


Reiterverein Witzwort von 1946

1. Vorsitzender: Frank Hars Tel. 0 48 41 / 22 64

Vorstandmitglieder
Frank Hars (1. Vorsitzender), Gonne Hars (Beisitzer), Stephan Lamp (2. Vorsitzender), Achim Wachholz (Schriftführer), Ariane Hennings (Jugendwartin), Anne Feddersen (Beisitzerin), Martina Willers (Kassenwartin).

Über den Reiterverein
Der Verein besteht seit 1946 und hat derzeit ca. 140 Mitglieder. Alljährlicher Höhepunkt sind das Dorfringreiten (am ersten Samstag im Juli) und das Kinderringreiten (Pfingstsamstag). Die Jahreshauptversammlung findet grundsätzlich am ersten Freitag im November statt.


Angelverein

Vorsitzender: Günter Zumach

stellv. Vorsitzender: Klaus-Jürgen Lorenzen
Schriftführerin: Sonja Buurman
Kassierer: Michael Jensen
Gewässerwart: Guido Röhe (gleichzeitig Naturschutzbeauftragter)
Jugendwart: Matthias Petersen

Über den Angelverein

Zurzeit zählt der Verein 69 Mitglieder. Jährlich werden wiederkehrende Veranstaltungen mit festen Terminen an der großen Wehle durchgeführt.

Als Ausblick für die kommenden Jahre ist geplant, nachdem in den vergangenen Jahren bereits die Stege an der großen Wehle renoviert wurden, auch denjenigen an der Sandwehle zu erneuern. Darüber hinaus gilt es, durch entsprechende Besatzmaßnahmen den Fischbestand zu erhalten und für unsere Mitglieder attraktiv zu gestalten.


Ortskulturring

Ansprechpartnerinnen:
1. Vorsitzende: Sabine Brehmeier
Tel.: 04864-2718871

2. Vorsitzende: Marlies Jannsen
Tel.: 0151-40022743

Schriftführer/in: n.n.

Kassiererin: Gerlinde Thoms-Radtke
Tel.: 04864-413

Klaus Thoms
Tel.: 04864-762

Über den Ortskulturring

Der Ortskulturring (OKR) Witzwort–Uelvesbüll besteht seit 1964. In ihm haben sich die lokalen Gruppen und Vereine zusammengeschlossen, um ihre Aktivitäten zu koordinieren. Außerdem führt der OKR eigene Veranstaltungen durch, so z.B. das Schietsammeln in Witzwort und das jährliche Kinderfaschingsfest.

Alle fünf Jahre organisiert der OKR das Witzworter Dorffest. Zwei Tage lang wird mit vielfältigen Veranstaltungen tüchtig gefeiert.

Auf Grund der Corona-Pandemie kann leider im Jahr 2020 kein Dorffest stattfinden. Es wird um 1 Jahr verschoben. Bitte schon den neuen Termin notieren: 5. und 6. Juni 2021 - Dorffest in Witzwort!

Der Ortskulturring verleiht seine Bierzeltgarnituren an alle (Leihgebühr 5,00 pro Garnitur). Auch die große Kaffeemaschine und die Lautsprecheranlage können gegen eine kleine Gebühr ausgeliehen werden.


weitere Vereine

Fruunsbosselverein
Petra Sachau-Schülke, Tel. 04864 1492

Männerbosselverein
Hauke Sievers, Tel. 04864 271 977

Förderverein Grundschule
Guido Röhe, Tel. 04864 100939

Hegering
Leonhard Wieck, Tel. 04864 814

Heimatbund Eiderstedt
Hans-Joachim Radtke, Tel. 04864 413

Landfrauen
Ortsbeauftragte: Elke Thoms, Tel. 04864 762

Landjugend Evershop
Birger Kniese, Tel. 0151 546 933 59

Ringreiter
Frank Hars, Tel. 04841 2264

Skatclub
Ferdinand Dircks, Tel. 04864 220

Tennisclub
Frank Marzusch, Tel. 04864 303

TSV-Witzwort
Petra Ehrlich, Tel. 04864 9409930

Geschichte


Die Gemeinde Witzwort ist 2814 ha groß und gehört zum Amt Nordsee-Treene. Zum Gemeindegebiet zählen (ganz oder teilweise) folgende Köge: Den Ursprung bildet das Ohlfeld (alte Feld) als Bestandteil der alten Marschinsel Eiderstedt. Um 1400 entstanden Büttelkoog, Dingsbüllkoog, Haimoorkoog, Riesbüllkoog und Wallsbüller Koog. Im 16. Jahrhundert kamen die Legelichkeit (1554), der Obbenskoog (1565) sowie der Adolfskoog (1579) hinzu. Als letzter Koog wurde 1624 der Johann-Adolfs-Koog an der Eider eingedeicht.

Zur Erklärung des Namens Witzwort gibt es zwei Deutungen: Einig sind sich die Chronisten, dass die zweite Silbe "Wort" für "Wurth oder Warft" steht, also für eine natürliche oder künstliche Erhebung in der Marsch. Die erste Silbe "Witz" wird entweder auf "witte" zurückgeführt – das wäre dann die weiße Warft, so genannt wegen des hier unter der Kleischicht liegenden Sandbodens – oder auf "Widde", einen friesischen Namen, so dass dann die Bedeutung "Wohnplatz des Widde" wäre.

Die größte Einwohnerzahl erreichte Witzwort 1946: Damals wurden, bedingt durch den großen Zustrom von Flüchtlingen, 1613 Einwohner gezählt, gegenüber 1061 im Jahre 1795 und heute 1027 (2014).

Die erste Besiedlung im Bereich der Gemeinde Witzwort hat vermutlich auf Strandwällen stattgefunden: auf dem in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Strandwall Lundenbergsand–Lunden – der sichere Siedlungsplätze bot gegenüber den Fluten der Nordereider – und auf den in Ost-West-Richtung mäandernden Strandwällen am Unterlauf der Eider zwischen Koldenbüttel und Tönning. Hier konnte von Hauswarften aus in bescheidenem Umfang Viehzucht und Gartenbau betrieben werden. Es gibt bislang keine Funde aus der Frühzeit auf Witzworter Gebiet, aber man kann eine Besiedlung bereits für das 1. Jahrhundert nach Christus annehmen – ebenso wie auf der nahe gelegenen Warft Tofting nachgewiesen. Auf Warften im Bereich Büttel fand man Keramikscherben aus der Zeit um 500. Ab dem 12. Jahrhundert konnten sich Gruppen von Häuserwarften aufgrund der Fortschritte in Küstenschutz (Deichbau) und Entwässerung (Sielzüge) mit größeren Viehweiden und Ackerflächen umgeben.

In Witzwort ist ab 1420 die Existenz der Kirche auf der Kirchwarft in der Dorfmitte nachgewiesen. Zur ursprünglichen Siedlungsachse auf dem Strandwall kamen ab dem Spätmittelalter große, verstreut liegende Bauernstellen in den neuen Kögen hinzu. Ab dem 18. Jahrhundert verdichtete sich dann die Kette der Häuserwarften auf dem Sandwall zum heutigen Ortsmittelpunkt, der Dorfstraße. Zwei Brände vernichteten die gesamte Dorfstraße: Während 1753 alle Häuser südlich der Kirche abbrannten, traf es genau 100 Jahre später den nördlichen Teil. Die Reetdächer der eng stehenden Häuser hatten sich aneinander entzündet, weshalb heute im Dorf diese Dächer nicht mehr zugelassen sind. Wegen der zu Reetdachzeiten berechtigten Angst vor einer Feuersbrunst war im Übrigen der Bahnhof so weit ab vom Dorf gebaut worden; man fürchtete den Funkenflug der Lokomotive. Von den einstmals 33 Haubargen, den typischen, prächtigen Eiderstedter Bauernhäusern, die es Anfang des 19. Jh. noch in Witzwort gab, sind nur noch drei in reiner Form erhalten: der ehemalige Henningshof (Flöhdorf), der Gragehof (Süden) und der Rote Haubarg (Adolfskoog).

Text: Archivgruppe Witzwort, 2014


Roter Haubarg

Der bekannteste Haubarg ist der sog. Rote Haubarg in der Gemeinde Witzwort. Viele fragen, woher der Name stammt. Der Haubarg ist weder mit roten Ziegeln bedeckt, noch hat er rote Backsteinmauern. Gewaltige Reetdächer zieren das weiß verputzte Gebäude. Der Vorgängerbau allerdings war mit roten Dachpfannen gedeckt. Dieses Dach stammte noch aus Zeiten, als Dachziegel teurer waren als Reet. Nachdem der alte Haubarg durch einen Brand zerstört worden war, behielt der neue den traditionellen Namen. Der erste Rote Haubarg wurde 1647/48 errichtet und 1759 durch Feuer vernichtet. Er wurde wieder aufgebaut und 1795 von einem Husumer Bürger erworben. Das Besondere am Roten Haubarg sind nicht nur seine imponierende Größe und seine schöne Lage inmitten einer kleinen Park- und Gartenlandschaft. Das Besondere ist auch, daß man ihn besichtigen kann. 1983 hat die Stiftung des Kreises Nordfriesland den Haubarg erworben und in der Loo, das heißt in der Diele, im Vierkant und im Pferdestall eine Abteilung des Eiderstedter Heimatmuseums eingerichtet. In den stilvoll eingerichteten ehemaligen Wohnräumen ist eine Gaststätte untergebracht.

Kirche St. Marien

Zwei Baustile prallen hart aufeinander: der historische Bau des 15.Jahrhunderts und der 1898 angefügte Chorraum. Seit 1631 steht der hölzerne Glockenturm im Osten der Kirche. Der Besucher der Kirche wird eingefangen von der Leuchtkraft des spätgotischen Schnitzaltars, dem figurenreichsten unter den Schnitzaltären. Die beiden Kruzifixe weisen über das Alter des jetzigen Kirchenbaues hinaus. Die Taufe gehört zu den Glanzstücken des Namurer Imports, und die Kanzel darf als Prachtexemplar unter den Kanzeln des sog. Eiderstedter Typs gelten. Beachtenswert sind die zahlreichen Pastorenbilder aus der Zeit von 1728 bis 1928. Von besonderer Qualität ist das Epitaph Mummens aus der van-Achten-Werkstatt, das in sehr schöner Weise die historischen Trachten der Eiderstedter zeigt. Der ganze Kirchenraum besticht durch seine Klarheit und Schlichtheit, ein Raum von hoher Individualität.

Ingeborg Andresen

Ingeborg Andresen wurde am 30. Januar 1878 am Moordeich geboren. So kann unsere Gemeinde stolz sein auf die einstige Bürgerin, die eine hervorragende Dichterin und Schriftstellerin war. Im Jahre 1955 ist sie im Alter von 77 Jahren gestorben. Beide Elternteile sind früh verstorben. Mit zwei jüngeren Brüdern war sie mit 15 Jahren ein Waisenkind, das auf die Unterstützung der Gemeinde angewiesen war. So lernten die Kinder die harten Verhältnisse im Witzworter Armen- und Arbeitshaus kennen, worüber Ingeborg Andresen eine Novelle und einen Einakter "Dat Groote Huus" verfasst hat. (…) Bekannt von der Dichterin sind eine Reihe von Novellen: "Das schöne Leben", "Die Stadt auf der Brücke", "Unter schwerem Himmel", "Das Lied der Erde", "Hinter Deich und Dünen". (Knutz, Chronik von Witzwort, 1983, 90ff. gekürzt)

Ingeborg Andresen lebte nach dem ersten Weltkrieg – den Deutschland begonnen und verloren hatte – mit ihrem Mann in Tondern, das aufgrund des Versailler Friedensvertrages nach dem Krieg Dänemark zugeschlagen wurde. Es gab dort eine starke, deutsch-national und völkisch orientierte Bewegung, diese Grenzänderung rückgängig zu machen. Andresens Novelle „Die Stadt auf der Brücke“ (1935) handelt von diesem Grenzlandkonflikt. Die Autorin zeigt dabei eine offene Sympathie für Hitler und den Nationalsozialismus.

Ingeborg Andresen war Mitglied im Eutiner Dichterkreis, einer der wichtigsten literarischen Vereinigungen im NS-Staat.

Impressionen Witzwort und Umgebung



Bilder: hauke.mann photography