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    Neues von Norbert

    Moin moin,

    letztens habe ich mir mal eure Kirche näher angesehen. Was für ein wunderschöner Chorraum; in dem geschnitzten Altar habe ich mich völlig verloren. Bei meinen Recherchen ist mir aufgefallen, dass bald schon der 600. (!) Geburtstag ansteht. Ist euch eigentlich bewusst, dass dies die größte Event-Halle ist, die Witzwort zu bieten hat…

    Letztens war wieder so ein Event: Goldene Konfirmation in Witzwort, die Jahrgänge 1962 – 1966. Einen dieser sogenannten Gold-Konfirmanden und seine Frau traf ich am Tag darauf am Außendeich. Sie spazierten den Deich entlang und begutachteten gerade die neue Badetreppe am Speicherbecken in Tetenbüll. Schnell kamen wir ins Gespräch und ich hörte wieder so eine interessante Geschichte:

    Geboren in Oldenswort, aufgewachsen in Witzwort, Lehre in Husum und dann, mit 22,  der Arbeit hinterher nach Berlin. In einem Alter, in dem andere Frührente beantragen (57) kam für ihn noch einmal der große Sprung: seine Tätigkeit für ein großes Unternehmen im Kraftwerks-Turbinenbau trieb ihn zuerst nach Kanada, in die USA, dann nach China und Indonesien. Ein Teil der Familie zog mit ihm nach China. Sein Sohn absolvierte sein Abitur dort an einer international-deutschen Schule. In einem Vorort, weit außerhalb von Shanghai, lebte seine Frau monatelang als einzige Deutsche unter Chinesen. Die große Freiheit bedeutete ihr ein Elektro-Roller, auf dem sie die Gegend erkundete. Von Indonesien aus erforschten sie gemeinsam das atemberaubend schöne Bali. Heute, mit 69, arbeitet er immer noch als Fertigungsleiter für Gasturbinen, seit 3 Jahren in St. Petersburg. Trotzdem hatte er es zu seiner Konfirmation nach Witzwort geschafft. Es war eine Reise zurück in die eigene Vergangenheit; mit all den alten Freunden und den Streichen, die sie während ihrer Konfirmandenzeit ausgeheckt hatten. Mit feuchtem Blick saß er auf der gleichen Bank wie damals und genoss den Augenblick…

    Dieses Wochenende reflektierend kam eine heiße Diskussion zwischen uns in Gang, in deren Verlauf wir trotzdem ein gemeinsames Resümee zogen: Glauben und Kirche sind für Jedermann etwas anderes, das eine hat mit dem anderen nicht unbedingt etwas zu tun. Aber: Die Gemeinschaft der Gläubigen erst macht die Kirche lebendig und es tut gut, hin und wieder ein Gemeinschaftsgefühl zu empfinden.

    Genießen könnt auch ihr einmal mehr eure „Event-Halle“ am 17. September: der Tönninger Gospelchor Get on board singt ab 18:00 Uhr in der Witzworter St.Marienkirche (Karten für 7,-€ an der Abendkasse).

    Einen schönen Abend wünsch´ich euch!

    Bis bald

    Euer Norbert W.

    P.S.: Praktische Stoffbeutel in verschiedenen Größen näht Antje Jensen und verkauft sie bei Elektro-Bove in Oldenswort (fast) zum Selbstkostenpreis.

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